Katholische Grundschule Meckenheim

"Tutmirgut-Konzept"   -   KGS Meckenheim              

tut mir gut

Das TMG-Konzept unserer Schule basiert auf vier wesentlichen Säulen:

  1. 1. TMG – integrativ
  2. 2. TMG – additiv
  3. 3. TMG – didaktisch
  4. 4. TMG – kooperativ

 

1. TMG – integrativ

Ein wesentlicher Bestandteil unseres TMG-Konzeptes ist es, TMG-Elemente in das Schulleben und den Unterricht zu integrieren und den Ganztag als Chance zur Vertiefung zu nutzen. Dabei ist es uns wichtig, bestehende gesundheitsfördernde Strukturen bewusst zu machen, zu verstärken und auszubauen. Denn in vielen Punkten ist unsere Schule schon lange eine TMG-Schule. Diesen Wert zu erkennen und zu nutzen war Ausgangspunkt der Konzeptgestaltung und bildet nun das Fundament. So ist es für alle Lehrkräfte der KGS Meckenheim eine Selbstverständlichkeit geworden, Unterricht so zu planen, dass Stresssituationen vermieden, reduziert oder reguliert werden. Unterrichtsentwicklung bedeutet in diesem Punkt, dass eine Planung stattfindet, die Anspannung und Entspannungsphasen in einem ausgewogenen Verhältnis berücksichtigt. Dasselbe gilt für stille und aktive sowie ruhige und bewegte Phasen. Das Motto „Mens sana in corpore sano“[1] als Grundprinzip bedeutet für uns, dass Unterricht und somit Bildung sich nicht lediglich auf die geistige, sondern stets auch auf die mentale und körperliche Entwicklung bezieht. Zu keiner Zeit findet bei den Kindern ein Entwicklungsprozess nur in einem Bereich statt. Deshalb berücksichtigen wir bei allen Planungsprozessen in der Schule diese Bedürfnisse und Entwicklungen möglichst umfassend.

 

2. TMG – additiv

Über den integrativen Ansatz der TMG-Elemente in den Schulalltag hinaus, haben wir dem Unterricht, der Pausengestaltung und dem Ganztag viele TMG-Bausteine hinzugefügt, die einzeln an unterschiedlichen Stellen eingesetzt werden können und somit auch abgelöst von der Situation, in der sie erfolgen, zu betrachten sind. Diese Säule unseres TMG-Konzeptes ist entscheidend während der Zeit seit Beginn der Teilnahme an der BZgA-Aktion „Unterwegs nach Tutmirgut“ entstanden bzw. ist in dieser Zeit erweitert und ausgebaut worden. Die Energietankstellen als eine Quelle und auch Sammelstation für Materialien und Ideen, die den Schulalltag ergänzen, sind ein Beispiel, aber auch wesentlicher Bestandteil dieser Facette des Konzepts.

 

3. TMG – didaktisch

„Verantwortungsvolles Handeln im Bereich (…) Leben schließt ein, dass die Kinder sich auch mit dem eigenen Körper, seiner Ernährung und Pflege beschäftigen und entsprechende Einstellungen und Verhaltensweisen ausprägen.“[2] Das Ziel, bei den Kindern ein Bewusstsein für eine gesunde Lebensführung und die eigenen gesundheitsfördernden Bedürfnisse zu entwickeln, nehmen wir sehr ernst. Denn dieses Wissen bildet die Grundlage für kompetentes Handeln. Nur eine Kombination aus erlebter, gelebter und reflektierter Gesundheitserziehung baut diese Handlungskompetenz nachhaltig auf.

Wir legen daher großen Wert auf eine Thematisierung unserer TMG-Elemente im Unterricht und auf die Transparenz des Konzepts für alle Beteiligten.

So ist es unser Anspruch, dass die Schülerinnen und Schüler unserer Schule bewusst etwas mit dem Begriff „Tutmirgut“ anfangen können und eine Antwort auf die Frage haben, was es bedeutet, an einer Tutmirgut-Schule zu sein. Wir verstehen unsere Kinder nicht als Teilnehmer und Teilnehmer/innen, denen Tutmirgut an unserer Schule widerfährt, sondern als Akteure, die Tutmirgut aktiv mit leben und gestalten.

Damit die Tutmirgut-Elemente möglichst umfassend in die Lebenswirklichkeit der Kinder einfließen, haben wir die Eltern von Anfang an in den Gestaltungsprozess mit einbezogen und sie beständig über Entwicklungen, Erprobungen und Vereinbarungen informiert.

Die Transparenz unseres Konzeptes ist uns nicht zuletzt auch für (neue) Kolleginnen und Kollegen wichtig. Als große Schule sind wir ganz besonders von einem ständigen Wechsel im Kollegium betroffen. Die Tragfähigkeit unseres Konzeptes ist also auch von der Transparenz, Übersichtlichkeit und Zugänglichkeit abhängig. Die hier aufgeführte Struktur soll es neuen Lehrerinnen und Lehrern an unsere Schule erleichtern, einen Überblick über das Konzept zu bekommen, um sich schnell in die gelebte „Tutmirgut-Kultur“ einfinden und sie aktiv mit gestalten zu können. Wir haben deshalb auch darauf geachtet, Wesentliches möglichst kurz und übersichtlich zusammenzufassen. Ausführlichere Beschreibungen bzw. Dokumentationen befinden sich in einem gesonderten Anhang.

Darüber hinaus wird ein TMG-Schrank eingerichtet, in dem Dokumentationen, Anregungen, Spielesammlungen etc. zur Verfügung stehen.

 

4. TMG – kooperativ

Nicht zu letzt legen wir natürlich auch großen Wert darauf, möglichst viele (externe) Partner in unser Konzept mit einzubeziehen bzw. für unser Konzept zu gewinnen. Den Schülerinnen und Schülern wird auch dadurch deutlich, dass sich vermittelte Einstellungen und Haltungen nicht lediglich auf unsere Schule beziehen, sondern dass diese auch von vielen anderen Partnern (vor)gelebt werden.

 



[1] „ein gesunder Geist in einem gesunden Körper“

[2] Lehrplan Sachunterricht, S. 41, in: Richtlinien und Lehrpläne für die Grundschule in Nordrhein-Westfalen. Hrsg. Ministerium für Schule und Weiterbildung. Frechen 2008